Betten-Basics - ein kleiner Einrichtungs-Ratgeber

Im ersten Appartement wird viel improvisiert. Aber es gibt Möbel, da lohnt es sich nicht zu sparen. Ein gutes Bett ist enorm wichtig, denn: »Wie man sich bettet, so schläft man«. Welche Matratze ist die richtige? Was muss beim Lattenrost beachtet werden? Wir haben einen kleinen Ratgeber zusammengestellt.
Statt Schrank ein Kleiderständer, als Nachttisch kann die Obstkiste oder auch ein Hocker herhalten. Aber das Bett muss stimmen. Dabei zählen weniger die äußeren als die inneren Werte. Denn Matratze und ein darauf abgestimmter Lattenrost entscheiden darüber, wie bequem du liegst. Mehr dazu auf Seite 81. Doch auch das Bettgestell ist nicht unwichtig: Wenn Platz Mangelware ist, empfiehlt sich ein Modell mit Bettkasten oder Schüben, in denen Decken und Co. untergebracht werden können. Wer’s bequem mag, nimmt eins mit gepolstertem Kopfteil oder hält viele Kuschelkissen bereit, die es gemütlicher machen.

Das Bettgestell

Kaufen oder selbermachen? Gutes muss nicht teuer sein, das zeigen unsere unten angeführten Beispiele. Aber mit etwas Geschick kannst du dir dein Bettgestell auch selbst bauen.
  1. Massives Kiefernholzbett Massives Kiefernholzbett © Meine Erste Wohnung
    Massives Kiefernholz macht »Hur dal« zum Bett fürs Leben. Praktisch: die vier großen Schubladen. 160 x 200 cm, ca. 400 Euro, Ikea
  2. Gutes muss nicht teuer seinGutes muss nicht teuer sein© Meine Erste Wohnung
    Gutes muss nicht teuer sein: »Tarva« aus massivem, unbehandeltem Kiefernholz kann nach Lust und Laune lackiert, lasiert oder geölt werden. Wer sich nicht ent - scheiden kann, lässt wie hier eine Seite wie sie ist und malt die andere grau! 160 x 200 cm, ca. 100 Euro, Ikea
  3. Boxspringbett »Årviksand«Boxspringbett »Årviksand«© Meine Erste Wohnung
    Für alle, die es gemütlich mögen, ist das Boxspringbett »Årviksand« mit seinem gepolsteren Kopfteil und der »Hamarvik«-Federkernmatratze genau das Richtige. 140 x 200 cm, ca. 620 Euro, Ikea

Selbermachen:

KREATIVER MÖBELBAU Nach dem Baukastenprinzip kann man aus »MASSIV BLOX«, die es in verschiedenen Längen gibt, nach eigenen Vorstellungen hochwertige Holzmöbel anfertigen. Sie lassen sich einfach zusammenstecken und bekommen durch bewährte Holzdübeltechnik ihre Stabilität. Schablonen aus Metall sorgen für präzise Bohrungen. Das Material für das gezeigte Bett (ohne Lattenrost) gibt es komplett ab 660 Euro. »MASSIV BLOX« von BAUHAUS.
  1. Löcher in den Holzbalken bohren.Löcher in den Holzbalken bohren.© Meine Erste Wohnung
    Löcher in den Holzbalken mit Hilfe der Bohrschablone an den Verbindungsstellen bohren.
  2. Die massiven Bohlen passgenau zusammenfügen.Die massiven Bohlen passgenau zusammenfügen.© Meine Erste Wohnung
    Nach dem Einschlagen der Holzdübel werden die massiven Bohlen passgenau zusammengefügt.
  3. Das fertige Bett »MASSIV BLOX«.Das fertige Bett »MASSIV BLOX«.© Meine Erste Wohnung
    Und so sieht dein Bett »MASSIV BLOX« dann aus!

Schlaflos

Sollen nur Gäste auf der Couch schlafen, reicht ein günstiges Modell. Ersetzt sie das Bett, ist eine mit guter Matratze sinnvoll.

Ein Schlafsofa mit dünner Polsterung ist ein echter Rausschmeißer: Länger als ein, zwei Nächte will darauf niemand liegen. Auch zum Sitzen sind diese vermeintlichen Schnäppchen nicht gerade bequem. Hier sollte wirklich nicht gespart werden, weil so eine Couch Tag und Nacht im Einsatz ist. Wenn sie in der Einzimmerwohnung gleichzeitig das Bett ist, bitte ein Modell mit Lattenrost wählen. Für manche Schlafsofas kann die Matratze sogar separat ausgesucht werden. Beim Kauf auch unbedingt darauf achten, dass sich die Liegefläche leicht auf- und zuklappen bzw. ausziehen und zusammen schieben lässt. Eine Garantie für gute Qualität: stabile Beschläge.
  1. »Backabro« Sofa mit Récamiere und Doppelbett»Backabro« Sofa mit Récamiere und Doppelbett© Meine Erste Wohnung
    Geht mehr? »Backabro« ist gemütliches Sofa mit Récamiere und Doppelbett (Foto oben) zugleich. Zwei Matratzen stehen zur Auswahl. Ca. 700 Euro, Ikea
  2. »Karlaby« Schlafsofa»Karlaby« Schlafsofa© Meine Erste Wohnung
    Ruck, zuck verwandelt sich »Karlaby« vom Sofa in ein 140 x 200 cm großes Bett
  3. »Karlaby« Schlafsofa aufgeklappt»Karlaby« Schlafsofa aufgeklappt© Meine Erste Wohnung
    Beim Umbau des »Karlaby« muss nicht einmal der Bezug abgenommen werden. Gibt’s mit verschiedenen Matratzen ab ca. 310 Euro, Ikea

Matratzen »WHO IS WHO«

Die beste Grundlage für erholsamen Schlaf: ein auf dich abgestimmtes Bett mit der richtigen Matratze.
Kein anderes Möbel hat so direkte Auswirkungen aufs Wohlbefinden wie das Bett, besser: dein Schlafsystem. Der Bettrahmen ist für die Schlafqualität ziemlich egal, wichtig sind die Matratze und der darauf abgestimmte Lattenrost. Welche das sind, ist Geschmackssache. Es gibt nicht DIE richtige Matratze, sondern nur eine perfekt zu dir passende. Und sie muss gefunden werden. Hier ein paar generelle Tipps: Beim Kauf Zeit nehmen und Probe liegen. Ist die Unterlage punktelastisch, d. h. gibt nur dort nach, wo sie belastet wird, und kannst du problemlos die Hand zwischen Rücken und Matratze schieben, so dass sie dabei sowohl Rücken, als auch Matratze berührt? Dann bist du dicht an der richtigen Unterlage. Sie sollte mindestens 10 bis 15 Zentimeter länger sein als ihr Besitzer. Bei einem Gewichtsunterschied von mehr als 15 Kilo brauchen Paare zwei Matratzen, damit der jeweilige Körper perfekt abgestützt wird.

                                    Schaum                                                                                 Latex                  
Schaum: Matratzen aus Schaumstoff und Memoryschaum sind punktelastisch und oft in mehrere Zonen aufgeteilt. Damit wird sichergestellt, dass schwerere Körperteile besser einsinken können als zum Beispiel die Füße. Schaummatratzen benötigen einen guten Lattenrost, der auch hilft, den Körper optimal abzustützen.            

Latex: Genau das Richtige für Hausstaub-Allergiker, weil sich die lästigen Milben in dem Material nicht wohlfühlen. Allerdings reagieren Allergiker oft auf Latex. Im Zweifel testen lassen! Die Matratzen sind punktelastisch, oft schwer und – bei einem hohen Naturlatex-Anteil – recht teuer. Auch hier ist ein guter Lattenrost Teil des Schlafsystems.           
   
                                   Federkern                                                                           Boxspring
Federkern: Es gibt verschiedene Varianten. Empfehlenswert: Die Taschenfederkern-Matratze, bei der jede Feder in eine Tasche eingenäht ist und die deshalb punktgenau abstützt. Durch die Hohlräume entsteht ein angenehmes Schlafklima. Optimal für alle, die nachts schwitzen. Der Lattenrost kann einfach sein, weil die Federn gut abpolstern.

Boxspring: Dieser Doppeldecker, den viele aus dem Urlaub kennen, erobert jetzt auch unsere Betten. Boxspringbetten bestehen aus einer gepolsterten Unterkonstruktion mit Federkern, auf der die eigentliche Matratze liegt. Oft kommt darauf noch der Topper, eine weitere Auflage. Dadurch ist dieses Bettsystem viel höher als andere.